ÄRZTEZEITUNG: TBC AUF DEM VORMARSCH

Beitraege
Share Button

Angesichts des Flüchtlingsstroms rechnen Infektiologen damit, dass sich Tuberkulose weiter ausbreiten könnte. Die Zahl der Fälle habe sich gegenüber 2014 verzweifacht, heißt es. Sie warnen auch vor Infektionen mit neuen multiresistenten Keimen.

WEIMAR. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat bereits im März über eine sprunghafte Zunahme Tuberkulose-Infizierter unter Asylbegehrenden im Jahre 2014 berichtet.

“Nun haben wir eine Verzweieinhalbfachung der Tuberkulosefälle gegenüber 2014”, sagte der Infektiologe Professor Tobias Welte, Hannover, beim Sepsis-Update in Weimar.

“Praktisch alle Tuberkulose-Betten in den pneumologischen Kliniken sind belegt. Wir sehen die ersten Tb-Patienten auf Intensivstationen.”

Auch an Tuberkulose denken!

Tuberkulose (Tb) sei aus dem Bewusstsein deutscher Ärzte fast verschwunden. Nun müsse man sich wieder “sehr entschieden” mit dem Krankheitsbild auseinandersetzen.

In Berlin und Heidelberg würden bereits neue Tb-Stationen eröffnet. Vor allem bei Migranten, die mit Zeichen einer ambulant erworbenen Pneumonie vorstellig werden, müsse unbedingt an eine Tb gedacht werden.

Wenn folgende fünf Kriterien bei ihnen vorliegen, ist mit zu 90 Prozent von einer Tb auszugehen: Nachtschweiß, Bluthusten, Gewichtsverlust, Exposition gegenüber Mycobacterium tuberculosis und ein nekrotisierendes Oberlappeninfiltrat im Röntgen-Thorax. Tb-Hochprävalenzländer sind nach Angaben des RKI Somalia, Eritrea, Syrien, Serbien und Kosovo.

LINK ZUM ARTIKEL

 

Kommentar: Jeder muß sich darüber im Klaren sein, dass eine Ansteckung unter Umständen 18 Monate in einer Klinik und Frühverrentung bedeuten kann!