GUTMENSCHEN KüREN “GUTMENSCH” ZUM UNWORT DES JAHRES 2015

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Kommentar:

Die sprachkritische Jury, die sich aus Sprachforschern mit einer Professorin als Sprecherin zusammensetzt, hat das Wort “Gutmensch” zum Unwort des Jahres auserkoren.

Dieses Wort ist den Leuten, die damit gemeint sind, schon lange ein Dorn im Auge, stellt es doch die moralische Überlegenheit, die sie wie eine Monstranz vor sich hertragen, infrage.

In die engere Auswahl kamen auch noch “Flüchtlingskrise” und “Asylkritiker”. Dämmert es? Wenn nicht, dann sehen wir uns mal die Unwörter der vergangenen Jahre an: “Lügenpresse” (2014),  “Sozialtourismus” (2013), “Opfer-Abo” (2012). Alles Wörter, die den Gutmenschen ungemein sauer aufstoßen.

Das führt uns zu der Schlussfolgerung, dass es Gutmenschen sind, die das “Unwort des Jahres” küren. Die Idee, jedes Jahr ein “Unwort” an den Pranger zu stellen, kann ohnehin nur von Leuten kommen, die sich die Sprachdiktatur zur Aufgabe gemacht haben und das sind eben die Gutmenschen.

Deshalb lautet mein Vorschlag, im kommenden Jahr die Jury mit NPD Mitgliedern zu besetzen. Jede Wette, dass das Unwort des Jahres 2016 dann “Rechter” lauten wird.

Spaß beiseite, die kritisierten Begriffe dokumentieren wie kaum etwas anderes die Präzision und Ausdruckskraft der deutschen Sprache, die es ermöglicht, mit einem einzigen Wort ein treffendes Bild zu zeichnen.

Ich werde die Gutmenschen weiterhin als solche bezeichnen, auch wenn sie ihre Allroundwaffe, die Nazikeule, herausgeholt haben um jenen das Maul zu stopfen, die das Wort “Gutmensch” benutzen.