FLüCHTLINGE UND DER TERRORISMUS

Allgemein

Es ist richtig, die Themen Flüchtlinge und Terrorismus nicht zu vermischen. Richtig ist aber auch, dass es Berührungspunkte gibt. Es sind drei:

Erstens die Gefahr, dass der IS im Schutz der großen Flucht Kämpfer nach Europa schleust – wie jetzt den Algerier nach Deutschland.

Zweitens versuchen radikale Gruppen, Flüchtlinge zu kontaktieren, unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe. 230 solcher Bemühungen hat der Verfassungsschutz bisher bundesweit registriert. Islamisten verteilen Flyer, Sachspenden, Gebetsteppiche und den Koran. Sie laden Flüchtlinge in Moscheen ein und helfen bei Behördengängen. “Ein besonderes Augenmerk” will Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen “jungen unbegleiteten Flüchtlingen schenken, die eine leichte Beute für Islamisten sein könnten”. (Kommentar der Redaktion: SCHON WIEDER die MUFL! – siehe hier). Hier sieht er “erhebliches Radikalisierungspotenzial”.

Die dritte und größte Gefahr aber wird erst in einigen Jahren real werden: terroristische Gewalt als Folge gescheiterter Integration. 70 Prozent aller Asylbewerber, die bis November 2015 einen Antrag stellten, waren laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Muslime. Hochgerechnet auf eine Million Flüchtlinge, die 2015 kamen, sind 700.000 Muslime einzugliedern.

Doch nach einer Studie des Kriminologischen Instituts Hannover haben Muslime im Vergleich zu anderen Religionen die niedrigsten Integrationswerte. Keine anderen Einwanderer, ob Polen, Italiener oder Spanier, taten sich mit der Eingliederung so schwer wie sie.

Der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban erwartet, dass sich viele Syrer, Iraker und Afghanen “integrieren werden, aber viele auch nicht”. Denn: “Als Muslime haben sie eine Religion, die nichts und niemanden anerkennt außer sich. Demokratie und Menschenrecht werden nicht akzeptiert.” Alle Versuche, den Islam zu modernisieren, seien “bisher gescheitert”.

Michael Hüther vom Institut der Deutschen Wirtschaft schätzt, die Flüchtlinge bräuchten im Schnitt fünf Jahre, um fit für den regulären Arbeitsmarkt zu werden. Ein langer Weg, auf dem Gescheiterte und Enttäuschte anfällig werden könnten für Salafisten und andere. Ghadban: “Ein Teil der muslimischen Flüchtlinge wird sich isolieren, abspalten und die Parallelgesellschaften werden weiter wachsen.”