HOLLAND WEHRT SICH GEGEN WEITERE FLüCHTLINGE

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Eine aufgebrachte Menge von 1.000 Demonstranten, die gegen die Immigrantenflut protestierte, griff am Montagabend (11.7.) in der Stadt Heesch im Südosten Hollands das Rathausgebäude mit Eiern, Feuerwerkskörpern und Wurfgeschoßen an. Die Demonstranten konnten von der Polizei nur mit Hilfe einer Notfallsverordnung zurückgedrängt werden.

Der Aufruhr am Montagabend in Heesch war eine fast identische Wiederholung früherer Bürgerproteste in der Stadt Geldermalsen in Nordholland und in den Städten Steenbergen und Purmerend. Heesch ist somit die vierte holländische Stadt, in der sich militanter Widerstand der Bürger gegen die Errichtung von sogenannten „ACZs“ (Asylzentren) regte.

Einem Bericht des Nachrichtenportals Omroep Brabant zufolge versammelten sich mehr als 1.000 holländische Bürger vor dem Rathaus von Heesch, nachdem lokale Aktivisten zu einem Protest gegen eine an diesem Abend stattfindende Ratsversammlung aufgerufen hatten.

Die Unruhe unter der Bevölkerung von Heesch war immer mehr angestiegen, nachdem die von den Sozialisten dominierte Ratsversammlung angekündigt hatte, dass in der Stadt ein großes Asylzentrum errichtet werden solle.

Den Plänen zufolge sollen Unterkünfte für mindestens 500 „Flüchtlinge“ für einen „Zeitraum von zehn Jahren“ auf Kosten der lokalen Steuerzahler bereitgestellt werden.

Die Organisatoren des Protestes hatten zu einer „friedlichen“ Demonstration aufgerufen, doch die wütende Menge war nicht zu bändigen ging zu direkten Angriffen auf die Ratsmitglieder über, die – so die Demonstranten – „in konspirativer Weise eine Ratsversammlung zur Beschlussfassung über das Asylzentrum abhalten“ wollten.

Die Protestierenden führten Transparente mit der Aufschrift „AZC 500 = Te Veel“ („Asylzentrum für 500, das ist zu viel“) mit sich und hängten am geplanten Standort des Asylzentrums ein totes Schwein auf einem Baum auf.

SchweinNL
Es war nicht überraschend, dass die Atmosphäre auf dem Stadtplatz vor dem Rathausgebäude von Anfang an „äußerst spannungsgeladen“ war, wie Omroep Brabant es beschreibt.

Der Stadtrat hatte aus Angst vor einer Wiederholung der Ereignisse in Geldermalsen (wo die wütende Menge das Ratshausgebäudewährend eines ähnlichen Ratstreffens gestürmt und seine polizeiliche Evakuierung erzwungen hatte) vorsorglich zwanzig Polizisten zum Schutz des Rathauses beordert.

Mit zunehmender Anzahl der Protest wuchs auch die militante Atmosphäre. Eier, Feuerwerkskörper und „Wurfgeschoße“ (so der Polizeibericht wörtlich) wurden in Richtung des Rathausgebäudes geschleudert, was eine Verstärkung der Polizeimannschaft erforderlich machte.

Um 21 Uhr erließ Bürgermeisterin Marieke Moorman eine Notfallsverordnung, mit der die Polizei weiter verstärkt und beauftragt wurde, „die öffentliche Ordnung wieder herzustellen.“

Die Polizei ging daraufhin mit Gummiknüppeln auf die Menge los und räumte unter Einsatz physischer Gewalt den Platz von Demonstranten. Es gab eine Reihe von Festnahmen.
Die Polizei behauptete später auch, dass einige der Demonstranten versucht hätten, ein Molotowcocktail zu werfen, das jedoch nicht explodiert sei. Alle Zufahrtsstraßen nach Heesch wurden während der Unruhen gesperrt.

Harm Ruijs, der Veranstalter des Protestes, zeigte sich über die militanten Handlungen der Menge überrascht und distanzierte sich davon. Die Reaktionen in den sozialen Medien wie etwa auf der Facebook-Seite, welche zu der Protestversammlung aufgerufen hatte, waren hingegen in überwältigender Mehrheit positiv.

Die folgenden Postings geben sehr gut die Stimmung in der Öffentlichkeit wieder:
•„Bitte unterstützt Heesch gegen die Fremden!“
•„Der Rat versucht mit Hilfe der lokalen Politiker, die sich einen Dreck darum scheren, wenn dieses Land den Bach runtergeht, unsere Heimat zu verschachern. Handeln wir danach und bekämpfen wir diese Leute!“
•„Der Stadtrat soll auf die Stimme des Volkes hören: Null Migranten!“
•„Die Sozi-Bürgermeisterin soll selber auswandern!“

Im nachstehenden Bild ist ein Kind mit einem Schild zu sehen, auf dem steht:

„Asylzentrum? Nein! Warum hilft der Stadtrat nicht meiner Familie mit einer Wohnbeihilfe? (Ich bin 6 Jahre alt!!!)„

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