WAHLERGEBNIS LöST SCHNAPPATMUNG BEIM MAINSTREAM AUS: “DIE MITTE BRICHT WEG” Regierungsparteien eilen von einer krachenden Wahlniederlage zur nächsten

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Von EUGEN PRINZ | Bei der Landtagswahl in Thüringen hat sich die Serie von krachenden Wahlniederlagen der Regierungsparteien CDU und SPD nahtlos fortgesetzt. Nach dem vorläufigen Endergebnis büßte die CDU gegenüber dem Urnengang in 2014 sage und schreibe 11,7% der Wählerstimmen ein, die SPD verlor 4,2%.

Strahlender Gewinner des Abends ist die AfD unter ihrem Landesvorsitzenden Björn Höcke. Sie konnte ihr Ergebnis gegenüber der Landtagswahl 2014 von 10.6% der Stimmen auf nunmehr 23.4% mehr als verdoppeln.

Nichts zu holen für die Grünen

Die Grünen mussten lernen, dass ihre Politik nur in den Ballungszentren gut ankommt. Also dort, wo die Leute glauben, dass Brot und Fleisch bei Aldi wächst, der Strom aus der Steckdose kommt und der Linienbus im 30-Minuten-Takt in jedes Bauerndorf fährt.

Die Thüringer – viele von ihnen Pendler und Landbevölkerung – wissen, dass es nicht so ist und zogen den Grünen entgegen dem Bundestrend im Vergleich zur letzten Wahl noch einmal 0,5% ab.

Die FPD macht es spannend

Die FDP hat das Kunststück fertig gebracht, nach dem vorläufigen Endergebnis mit 5,0005 Prozent der Stimmen in den Landtag einzuziehen. Sechs Stimmen weniger – und sie wären erneut an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Sechs Stimmen bei 1,73 Millionen Wahlberechtigten, ein so knappes Ergebnis muss den Freien Demokraten erst einmal jemand nachmachen. Da heißt es jetzt zittern, bis das amtliche Endergebnis feststeht. Nicht, dass sich noch etwas anderes ergibt…

Renaissance der DDR-Nostalgiker

Natürlich darf auch die LINKE als zweiter Gewinner des Abends mit einem Plus von 2.8% der Stimmen nicht unerwähnt bleiben. Wenn 31% der Thüringer der Meinung sind, dass die Erben der Mauerschützenpartei SED gut für den Freistaat sind, so muss man das als guter Demokrat akzeptieren.

Regierungsbildung – ein Ding der Unmöglichkeit

Interessant wird jetzt die Regierungsbildung. CDU und FDP haben der LINKEN bereits eine Absage erteilt und eine Koalition mit ihr ausgeschlossen. Dass das selbe für die AfD gilt, muss nicht extra erwähnt werden.

Es braucht keinen Mathematiker, um zu dem Schluss zu kommen, dass damit die Bildung einer mehrheitsfähigen Regierung ausgeschlossen ist. Damit bleiben als mögliche Optionen nur eine Minderheitsregierung, ein Meinungsumschwung oder Neuwahlen.

Erbaulich ist für die patriotisch gesinnten Kräfte unseres Landes inklusive der Freien Medien das Heulen und Zähneklappern der etablierten Parteien und ihrer Hofberichterstatter:

“Die Mitte bricht weg” – “der politische Rand wurde gestärkt” – “Erfolg der AfD wegen oder trotz Höcke?”

Das sind die Themen, die den Mainstream jetzt umtreiben. Dass die Mitte schon damals weggebrochen ist, als sich die CDU/CSU nach links aufmachte und diese beiden Parteien zusammen mit der SPD dabei sind, selbst zum politischen Rand zu werden – das sehen sie nicht.

In den nächsten Tagen wird fleißig jeder Politiker der Systemparteien, dem man ein Mikrofon vor die Nase hält, brav ein Sprüchlein ablassen, wie schrecklich er das Abschneiden der AfD findet. Was die Mainstream-Medien darüber schreiben werden, das wissen wir auch. Für beide hat PI-NEWS einen guten Rat:

Gewöhnt euch dran!

Kommentar 

Selbstverständlich hat jede Landtagswahl auch eine starke bundespolitische Komponente, so auch die Wahl in Thüringen. Die Wähler erleben, wie in Deutschland die Industrie kaputt gemacht wird, man dem Steuerzahler immer tiefer in die Taschen greift und seine  Ersparnisse schrumpfen; Mieten, Strom, Heizung und Sprit auf dem Weg sind, unbezahlbar zu werden und auf unseren Straßen ein babylonisches Sprachengewirr herrscht. Auch Ereignisse wie der brutale Axtmord in Limburg führen dazu, dass die Wähler den etablierten Parteien nicht mehr vertrauen. Diese hangeln sich von Wahlniederlage zu Wahlniederlage und ändern trotzdem nichts an ihrer Politik. Nichts. Null. Gar nichts. Sie machen “Stur Heil” immer so weiter wie bisher. Man braucht kein Anhänger von Verschwörungstheorien zu sein, um zu vermuten, dass die Richtlinien der Politik längst nicht mehr in Berlin beschlossen werden. All das wird dazu führen, dass die AfD weiterhin wächst. Die Mitglieder dieser Partei sollten sich der großen Verantwortung bewusst sein, die auf ihnen lastet. Es ist an ihnen, das Ruder in Deutschland herumzureißen. Das schafft man nicht mit internen Grabenkämpfen, sondern durch Geschlossenheit. Und der eine oder andere sollte die vielen guten Gelegenheiten, den Mund zu halten, öfters mal wahrnehmen. Wenn die AfD das schafft, ist sie nicht mehr aufzuhalten. 


Eugen Prinz im Mai 2019 auf dem Kongress der Neuen Medien in Berlin.

Eugen Prinz kommt aus Bayern und schreibt seit Herbst 2017 unter diesem Pseudonym für PI-NEWS und den Blog zuwanderung.net. Der Fachbuchautor und Journalist ist dem traditionellen bürgerlichen Konservatismus zuzurechnen. Dem politischen Journalismus widmet er sich, entsetzt über die chaotische Massenzuwanderung, seit 2015. Erreichbar ist Eugen Prinz über seine Facebook-Seite oder Twitter.