WIE DAS ZAHLENFIASKO DIE CORONA-KRISE BEFEUERT ZAHLEN LÜGEN NICHT - ABER LEIDER HABEN WIR KAUM WELCHE...

Allgemein Beitraege Corona
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Von EUGEN PRINZ | Die Corona-Krise ist sowohl in medizinischer, als auch in wirtschaftlicher Sicht die größte Herausforderung für unser Land seit 1945. Der volkswirtschaftliche Schaden wird uns vermutlich um ein vielfaches mehr zusetzen, als das medizinische Risiko.

Wie gravierend der Schaden sein wird, hängt nicht zuletzt von Art und Umfang der staatlichen Maßnahmen ab. Sie sollten folgerichtig, aber auch maßvoll sein. Bedauerlicherweise fehlt jedoch für eine korrekte Beurteilung die allerwichtigste Voraussetzung: belastbare Zahlen und Daten. Wir kennen weder die Infektionsrate in der Bevölkerung, noch die Anzahl der Patienten, die DURCH und nicht MIT COVID-19 gestorben sind.

Dieses Manko hat der Autor von Anfang an gebetsmühlenartig in jedem seiner diesbezüglichen Artikel auf PI-NEWS angeprangert. Mit gehöriger zeitlicher Verzögerung ist nun auch der Mainstream zu dieser Erkenntnis gelangt.

BILD titelt: „Maßnahmen gefährden Demokratie und Gesellschaft”

Gestern veröffentlichte die BILD hinter der Bezahlschranke  einen kritischen Artikel mit dem Titel: „Maßnahmen gefährden Demokratie und Gesellschaft“. Auch die darauf folgende Schlagzeile ist knackig: “Kritisches Thesenpapier geht hart mit Maßnahmen der Regierung ins Gericht.” 

BILD berichtet, dass sechs Experten in einem 29-seitigen Thesenpapier den Umgang mit der Corona-Epidemie heftig kritisieren: Die Zahlen seien fehlerhaft, die Sterberate nicht korrekt und die Maßnahmen “paradox”.

Besonderes Gewicht verleiht dieser Kritik ein Mitautor, Professor Matthias Schrappe. Der Internist lehrte an der Universität Köln und war von 2007 bis 2011 stellvertretender Vorsitzender des Sachverständigenrates Gesundheit, der den Bundesgesundheitsminister berät.

Professor Matthias Schrappe im Interview mit der BILD:

“Wir sind alle wissenschaftliches Arbeiten gewöhnt und mussten schnell feststellen, dass es erhebliche Defizite in der Zahlenbasis gibt. Die Zahlen halten einfach nicht, was sie versprechen. Dabei sind sie enorm wichtig, um die richtigen
politischen Entscheidungen zu treffen.“

BILD: Ist auch die Sterberate nicht korrekt?

„Das kann sie gar nicht. Denn dafür braucht man die korrekte Zahl der Infizierten. Zweites Problem: Wenn ein alter Mann sich mit Corona infiziert und zwei Tage später an einem Schlaganfall stirbt, wird er als Corona-Toter behandelt. Auch, wenn er noch nicht mal Corona-Symptome hatte. Diese Vorgehensweise ist in fast allen Bundesländern üblich – und grob falsch.“

Auch an den Präventionsmaßnahmen lässt Professor Schrappe kein gutes Haar:

„Die Präventionsmaßnahmen sind paradox. Denn: Je erfolgreicher der partielle
‚Shutdown‘ ist, desto länger müssen wir ihn aufrechterhalten. Sonst droht eine zweite Infektionswelle, da es durch das Kontaktverbot zu keiner Immunisierung in der Gesellschaft kommt.“

Sein vernichtendes Urteil:

„Die derzeitigen Maßnahmen gefährden Demokratie und Gesellschaft! Sie
strangulieren unsere Wirtschaft und verstärken soziale Ungleichheiten (…)
Was nur wenig bedacht wird: Arbeitslosigkeit und Armut, die durch die Maßnahmen langfristig drohen, haben auch Todesfälle zur Folge.”

(Hört, Hört!)

Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass es der von der Regierung verordnete Lockdown sein wird, der unser Land in ein ökonomisches Armageddon stürzt.

Man wäre gut beraten, nun mit maximalem Aufwand eine möglichst gute Datengrundlage zu schaffen und danach zu handeln, statt die Hysterie zur Maxime des politischen Handelns zu erheben. Dass zwischen öffentlicher Berichterstattung und den tatsächlichen Fakten manchmal ein großer Unterschied ist, zeigt folgendes Beispiel:

Venetien im Lichte der Wahrheit

In der italienische Region Venetien leben etwa 4,9 Millionen Menschen. Sie belegt derzeit von 21 Regionen Platz vier, was die Anzahl der Patienten, die mit Symptomen einer Corona-Infektion hospitalisiert werden mussten, betrifft. Damit kann Venetien als Corona-Krisenregion gelten.

Der Leiter des regionalen Gesundheitswesens, Dr. Francesco Benazzi, musste jedoch Ende März gegenüber der größten italienischen Tageszeitung, CORRIERE DELA SERRE, in einem Interview einräumen, dass in den sechs größten Krankenhäusern der Region die Anzahl der im Zeitraum vom 1. Januar bis 29. März 2020 Verstorbenen (933) in etwa im Durchschnitt des Vergleichszeitraums der letzten drei Jahre (932) liegt. Also trotz “Corona” nur ein Toter mehr als sonst.

Hier sind die Details:

 In den sechs bezeichneten Kliniken Venetiens gab es im Zeitraum vom 1. Januar bis 29. März 2020 insgesamt 25 Todesfälle mehr, als im Vergleichszeitraum des Jahres 2019. Nimmt man den Durchschnitt der letzten drei Jahre, ist es nur ein Verstorbener mehr. Während der Grippeepidemie 2017 starben im Vergleichszeitraum sogar 62 Menschen mehr.

 

Es darf dabei natürlich nicht verschwiegen werden, dass es einige Regionen in Italien gibt, in denen der Corona-Virus noch deutlich heftiger wütet, als in Venetien. Und es darf auch nicht in Abrede gestellt werden, dass wir es hier mit einer gefährlichen Epidemie zu tun haben.

Unterscheidet sich die Corona-Pandemie von den anderen?

Die große Frage lautet: Ist die Corona-Pandemie tatsächlich gefährlicher, als all jene, die seit Kriegsende bereits aufgetreten sind? Die etablierten Parteien scheinen sich da völlig einig zu sein und steuern Deutschland mit dem Lockdown auf den wirtschaftlichen Abgrund zu.

Bei der Beurteilung der Lage sollten man jedoch Maß und Ziel nicht aus den Augen verlieren. Auf der Internetseite Euromomo wird beginnend ab 2017 die Übersterblichkeitsrate in Europa (excess mortality) grafisch dargestellt. Diese bezeichnet die erhöhte Zahl von Sterbefällen während einer bestimmten Zeitspanne verglichen mit der zur selben Jahreszeit normalerweise erwarteten Sterblichkeit.

So sieht es derzeit im Zuge der Corona-Pandemie aus:

Italien und Spanien weisen erwartungsgemäß derzeit eine sehr hohe Übersterblichkeit aus. England und Wales eine hohe. Besorgnis erregend, nicht wahr?

Aber noch Besorgnis erregender sah es in der zweiten Kalenderwoche 2017 während der letzten großen Influenza Epidemie aus:

Deshalb: Belastbare Zahlen, Daten und Fakten als Grundlage des Handelns. Und nicht Hysterie!

Kommentar:

Die einzige wirkliche Oppositionspartei, die AfD, findet im Gegensatz zur “Euro-Rettung” und zur Flüchtlingspolitik dieses Mal keine gemeinsame Linie. Von “Lockdown sofort aufheben” bis “Lockdown verschärfen” findet sich jede Meinung bei der Alternative für Deutschland. Der Autor ist sogar versucht, zu polemisieren, dass die AfD zu diesem Thema derzeit so viele Meinungen wie Mitglieder hat.

Heute findet eine Sondersitzung der AfD-Bundestagsfraktion zur Corona-Krise statt. Das ist die letzte Chance für diese Partei, sich auf eine gemeinsame Linie zu verständigen und einen von flankierenden Maßnahmen begleiteten sofortigen Ausstieg aus dem Lockdown zu fordern. Tut sie das nicht, verpasst sie eine historische Chance und wird später, wenn die Bürger die wirtschaftliche Tragweite des Lockdowns  mit voller Wucht zu spüren bekommen, im Kreise jener sitzen, die vom Volk dafür verantwortlich gemacht werden. 


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Eugen Prinz im Mai 2019 auf dem Kongress der Neuen Medien in Berlin. Er kommt aus Bayern und schreibt seit Herbst 2017 unter diesem Pseudonym für PI-NEWS und den Blog zuwanderung.net. Der Fachbuchautor und Journalist ist dem traditionellen bürgerlichen Konservatismus zuzurechnen. Dem politischen Journalismus widmet er sich, entsetzt über die chaotische Massenzuwanderung, seit 2015.
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